Reue

Liebe Leser!


Im Alten Testament gab es einen Richter, der Samuel hieß. Er stellte Gesetz, Ordnung und Anbetung in Israel wieder her. Er erwählte auch mit Gott zusammen die ersten zwei Könige von Israel. Als er alt und grau wurde, verabschiedete er sich von seinem Dienst in Israel mit den Worten:


Von meiner Jugend bis zum heutigen Tag bin ich euch vorangegangen. Jetzt stelle ich mich eurem Urteil. Vor Gott und seinem auserwählten König frage ich euch: Habe ich je von jemandem ein Rind oder einen Esel genommen? Habe ich irgendeinen von euch schlecht behandelt? Oder habe ich mir auch nur ein einziges Mal durch Bestechungsgelder den Blick trüben lassen und dann ein ungerechtes Urteil gesprochen? Wenn ja, dann will ich alles zurückerstatten. (1 Sam. 12, 2-3)


Hier macht Samuel klar, dass er aus seiner Perspektive ein reines Gewissen hat. Er führte seinen Richterdienst so nach Gottes Willen aus, dass niemals „schmutzige Geschäfte“, Kompromisse oder Ausnutzung stattgefunden haben.

Im folgenden Vers wird sein Ausspruch vom Volk bestätigt:


"Die Volksmenge antwortete: „Nein, niemals hast du uns betrogen oder unterdrückt. Du hast dich auch nie bestechen lassen.“ " (V.4)


Welch eine Freude war das für Samuel, seinen langen Dienst abzulegen und im Rückblick zu sehen, dass er das Volk gut, vollkommen und Gott wohlgefällig gerichtet hatte. Keine Reue, keine Anklagen, keine Scham und kein Zorn über die vergangenen Jahre plagten ihn. Durch sein Wirken bewegte er das Volk zur Umkehr vom Götzendienst und brachte ihnen viel Segen. Beziehen wir uns auf die oben genannte Stelle in Römer, so hat Samuel sich richtig verhalten und sich nicht dem Weltlauf angepasst – er hat also die Wege des Volkes nicht angenommen und sich Ihnen nicht angepasst. Nein, er richtete sich auf Gott und seine Stimme aus. Dieses Wort gab Samuel dann ganz unzensiert weiter. Im Leben von Samuel können wir sehen, wie ein Mensch zwar nicht sündlos, aber dennoch treu und vorbildlich zu Gottes Ehre leben kann. Solch einen treuen Diener zu haben ist auch für unseren Herrn eine große Freude.


Lasst uns Samuel als Vorbild nehmen, indem wir uns nicht dem Weltlauf anpassen, sondern uns verwandeln lassen und immer wieder durch Prüfen erkennen, was der gute, wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes für unser Leben ist.


Wir alle kennen Situationen und Fehler aus unserem Leben, auf die wir mit Beschämung zurückschauen: Verletzungen in Beziehungen, Egoismus, Erziehungsfehler, Lug und Betrug und vieles mehr.


Wir haben die Möglichkeit mit Jesus Christus, der uns die Sünden vergeben hat, immer wieder einen neuen Anfang zu machen. Ob du nun jung oder alt bist, möchte ich dich herausfordern: Räume das, was dich heute reut, aus und ersetze es durch Gottes guten, wohlgefälligen und vollkommenen Willen. Dies wird rückblickend auf keinen Fall zu Reue führen, denn der Weg Gottes ist immer ohne Reue.


Euer Tom

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