Dankbar

Liebe Leser!


In unruhigen und unsicheren Zeiten verschiebt sich unsere Wahrnehmung schnell auf den Mangel und die Not. Doch egal, wie herausfordernd eine Situation auch ist, Gott gewährt uns in seiner Güte immer wieder Zugang zu einer unaussprechlichen Gabe: seine Gnade. Ich möchte uns heute ermutigen dankbar zu sein und das auch durch Danksagung und Bekenntnis zum Ausdruck zu bringen.


Ich las heute einen Bericht aus Südasien, der mich demütigte: viele Menschen, die jetzt keine Arbeit mehr haben, Tagelöhner, die ihrer Familie kein Brot auf den Tisch bringen können. Wie geht es uns gut! Ja, manch einer verliert vielleicht seinen Erwerb, doch in der Regel fängt unser Sozialsystem das Meiste auf, um neue Perspektiven zu ermöglichen.


Vielleicht können wir stolz sein auf unsere Errungenschaften und unseren Sozialstaat. Doch zumindest ich für meinen Teil kann nicht sagen, dass ich irgendetwas daran mitgewirkt hätte. Selbst die, die daran beteiligt waren oder es noch sind, könnten wohl kaum behaupten, dass sie die Funktionalität und den Erhalt dieser Systeme in der Hand hätten. Leider sehen wir an manchen Stellen auch schon, wie segensreiche Werte schwinden und damit auch manche segnende Stabilität.


Ich sehe es als reine Gnade, in diesem Land geboren worden zu sein. Ich sehe es als reine Gnade, dass Gott unseren Staat seit Jahren so stabil erhält. Es ist Gnade, dass der größte Teil der Bevölkerung sich an die Regeln hält und diese mitträgt. Es ist Gnade, dass wir an vielen Stellen, zumindest bis hierher, Mittel und Wege gefunden haben, Nöte einzudämmen.


Ich sehe es aber genauso auch als Gnade, dass Gott uns in dieser Zeit wieder die Augen dafür öffnet, dass unsere Gesellschaft auf seiner Gnade fußt und nicht auf ihren Errungenschaften. Auch starke Systeme können ins Wanken geraten und Schieflage bekommen. Wir können uns nicht gegen alles absichern. Es gibt eben Ereignisse, die fallen in die Kategorie: „Höhere Gewalt“. Gott demonstriert mit diesem winzig kleinen Virus doch auch, wie klein unsere menschliche Macht und Kontrolle am Ende tatsächlich sind.


Ganz besonders dankbar bin ich in alldem aber für die überreiche Gnade, die unser Vater uns in Jesus Christus geschenkt hat. In ihm haben wir wirkliche Sicherheit, wirklichen Reichtum, wirkliche Versorgung und einen festen Halt, der sogar über dieses Leben hinausgeht. Selbst da, wo wir unsere Existenzgrundlage - ja sogar unser irdisches Leben - verlieren könnten, hält und trägt er. Durch Jesus haben wir einen trostreichen Zugang in die Ewigkeit vor den Gnadenthron Gottes:


"Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden;" (Philipper 4,6)


Wir dürfen, ohne Sorge, jede Bitte vor unseren herrlichen Gott tragen, doch dabei dürfen wir das Danken nicht vergessen. Lasst uns nicht nur den Mangel sehen, sondern ganz besonders das hohe Niveau, auf dem wir in unserem Land klagen. Ich möchte dich ermutigen heute eine eigene Liste an Dingen zu entwerfen, die dir neu als Gnadengabe Gottes bewusst werden. In diesem Land, in deinem Umfeld, in deiner Familie, deiner Ehe, deinem ganzen Leben. Danke Gott dafür und bekenne deinen Dank gegenüber Anderen. Lass dein Umfeld daran teilhaben, wie dankbar du bist und an wen du deinen Dank richtest. Gib deinen Dank wie eine Opfergabe vor Gott hin.


"Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen." (Psalm 50,23)


Ist das nicht eine wundervolle Verheißung? Ich möchte Gott verherrlichen durch meinen Dank und ihm damit auch einen Weg bahnen. Zu meinem Herzen, aber besonders auch zu den Menschen in meinem Umfeld. Die Wahrheit ist doch, dass wir von Gnade überhäuft sind. Also lasst uns das bekennen, zur Ehre Gottes.


Euer Simon

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