Augensalbe

Liebe Leser!


Mama, Papa ich kann nichts mehr sehen, meine Augen gehen nicht mehr auf!“ Diesen - oder so einen ähnlichen - Satz habe ich bei meinen Kindern öfters gehört, als sie noch im Kindergartenalter waren. Die Augen waren mit einem dünnen, getrockneten Eiterfilm überzogen.


Die Diagnose unseres Kinderarztes war meistens: „Eine bakterielle Bindehautentzündung. Sie kann gut mit antibiotischen Augentropfen oder Augensalben behandelt werden. Abgedunkelte Räume und kalte Kompressen gegen den Juckreiz lindern die Symptome. Das eitrige Sekret soll morgens oder bei Bedarf mit einem feuchten Waschlappen entfernt werden. Dabei ist unbedingt auf Hygiene zu achten, der Waschlappen darf von keinen anderen Familienmitgliedern benutzt werden. Kontakt mit anderen Kindern ist zu vermeiden.


Wir haben für unsere Kinder gebetet, die Augensalbe verwendet und nach einigen Tagen war wieder alles in Ordnung, bzw. das nächste Kind in der Familie hatte sich in der Zwischenzeit auch angesteckt. Allerdings hatten wir dann immer genug Augensalbe und Kamillentee zum Behandeln der betroffenen Augen im Haus, bis alle wieder gesund waren.


Liebe Leser, in der Heiligen Schrift lesen wir, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, uns auffordert Augensalbe von Ihm anzunehmen. Im Zusammenhang nachzulesen in Offenbarung 3,17-22.


Er fordert nicht nur die Menschen der Gemeinde aus Laodizea auf, von ihrem Weg der Gleichgültigkeit, des Egoismus und der Sünde umzukehren, sondern auch uns heute. Wir dürfen zu Ihm gehen, uns Ihm hingeben, die Augensalbe aus Seinen Händen annehmen und die Sünden bekennen, die Vergebung in Anspruch nehmen, um durch Ihn wieder den richtigen, klaren Blick auf Ihn und unser Leben zu erhalten.


Es ist nicht zu leugnen, dass die Gemeinde in Laodizea ein lebendiges Bild für die Gemeinde unserer Zeit abgibt. Überall leben Christen in Luxus, während Menschen verlorengehen, weil sie das Evangelium nicht gehört haben. Christen tragen Kronen, statt ihr Kreuz zu tragen. Wir begeistern uns mehr für Sport, Politik oder das Fernsehen als für Christus. Wir haben kaum ein Empfinden für unsere geistliche Not, wir sehnen uns kaum nach wahrer Erweckung. Wir opfern unsere beste Lebenszeit dem Beruf, und dann übergeben wir die Reste einer verschwendeten Karriere unserem Herrn. Wir pflegen unsere Körper zu Tode, die schon in wenigen Jahren zu Staub werden. Wir häufen an, statt abzugeben, wir sammeln Schätze auf Erden statt im Himmel. Die allgemeine Haltung lautet: »Was kann ich schon mit meinem Dienst im Volk Gottes ausrichten? Wenn ich mich mir nichts gönne, wer wird es dann tun? Lasst uns in der Welt vorwärtskommen und unsere wenige Freizeit dem Herrn geben.« Das ist unser Zustand am Vorabend der Wiederkunft Christi.“ ( aus William MacDonalds Kommentar zum NT)


Wir sollen und dürfen für die Kranken, verzweifelnden und einsamen Menschen beten, dass unser Herr sie an Körper und Seele anrührt, aber lasst uns noch vielmehr dafür beten, dass Jesus Christus alle Herzen erreicht. Denn jeder soll erkennen, wer der Sohn Gottes ist, damit jeder diese Gewissheit bekommt, dass Er derjenige ist, der die Sünden vergibt und Heilung sowohl an Seele und Geist als auch am Körper geben kann.


Euer Harald

Lass uns gerne einen Kommentar hier was dich angesprochen hat.

Pflichtfeld
Pflichtfeld
Ihre Meldung wurde erfolgreich geschickt!
Entschuldigen Sie, aber Ihre Meldung wurde nicht gesendet!

Besucher: Heute: , Gestern: , Gesamt: